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Wie wehre ich mich gegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen auf Social Media?

Um bei Persönlichkeitsverletzungen im Netz rasche Abhilfe zu verschaffen, wurde ein Mandatsverfahren in die Strafprozessordnung aufgenommen. Ende August 2023 hat der Oberste Gerichtshof erstmals dazu Stellung genommen. Näheres zu der Entscheidung 6 Ob 166/22p lesen Sie hier:

Der Kläger ist Pilot und ehemaliger Profifußballspieler. Der Bruder des Klägers hat auf seinem Social-Media-Account Aussagen wie "der Kläger würde seinen Sohn zu einem Mörder erziehen, sei ein Bruchpilot, leide an einer Gehirnkrankheit, wäre ein potenzieller Selbstmordpilot; der Kläger hätte Medien, Arbeitgeber und Behörden getäuscht, durch seine Zeugenaussage wäre eine Drogeneinnahme des Klägers bewiesen" behauptet.

Der Kläger verlangte die weltweite Unterlassung der Verbreitung wort- und sinngleicher Inhalte. Die Beklagte war eine Social-Media-Plattform-Betreiberin mit Sitz in Irland, welche die Aufforderung des Klägers  trotz der krassen Behauptungen ablehnte.

Die Beklagte wurde schuldig erkannt, die weitere Verbreitung wort- und sinngleicher Inhalte des Social-Media-Accounts des Bruders mit weltweiter Wirkung zu unterlassen und/oder zu beseitigen.

Wir haben auch Unternehmen, deren Ruf im Internet verletzt wurde, zu Ihrem Recht geholfen.