Bewertungen
"Fake Bewertungen" - Wie kann man sich gegen negative und falsche Bewertungen zur Wehr setzen?

Bewertungen erfreuen sich großer Beliebtheit, aber nicht immer sind negative "Ein-Stern-Bewertungen" korrekt. Das Image eines angesehenen Unternehmens ist damit rasch beschädigt. Wir informieren über die rechtlichen Möglichkeiten, um gegen negative Bewertungen vorzugehen. Das brandneue "Hass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz" liefert dafür neue Ansätze.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Gerade im Internet laufen Diskussionen aber oft sehr hitzig und emotional ab. Zudem besteht für User das Gefühl, sich anonymer als in der Öffentlichkeit bewegen zu können. Das veranlasst User dazu, geschmacklose, emotionale oder beleidigende Postings und Bewertungen abzugeben.

Gegen objektiv unrichtige Behauptungen und Beschimpfungen im Internet kann sich jeder Einzelne - sowohl Unternehmer als auch Privatperson - zur Wehr setzen. Solche Postings und Bewertungen sind vom Recht auf Meinungsäußerung nicht gedeckt.

Die Grenze zwischen Meinungsäußerung und Tatsachenbehauptung verläuft zumeist fließend. Ungeklärt ist in der österreichischen Rechtsprechung bislang beispielsweise, ob eine "Ein-Stern-Bewertung" ohne weiteren Bewertungstext ein (zulässiges) Werturteil oder eine (bei Unrichtigkeit unzulässige) Tatsachenbehauptung ist.

Liegt ein unrichtiges oder ehrenverletzendes Postings (oder eine Bewertung) vor, hat der Betroffene Anspruch auf Unterlassung, Beseitigung bzw. Löschung, Schadenersatz und Widerruf. Anspruchsgegner ist primär der Verfasser des Postings bzw. derjenige, der die negative und unrichtige Bewertung abgegeben hat. Dieser ist - gerade bei anonymen Bewertungen - häufig nur schwer zu fassen.

Aus diesem Grund kann auch das Bewertungsportal selbst - nach erfolgloser Abmahnung - in Anspruch genommen werden. Das Bewertungsportal hat auch die Daten des Nutzers bekanntzugeben. Durch das "Hass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz" hat der Gesetzgeber diese Rechte ausdrücklich bekräftigt.

Das neue "Hass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz" bietet außerdem für Arbeitgeber die Möglichkeit, gegen Persönlichkeitsverletzungen von Arbeitnehmern, die das Ansehen des Arbeit- oder Dienstgebers selbst erheblich schädigen können, vorzugehen.

Unser Tipp:

Nehmen Sie negative Bewertungen und Beleidigungen über Ihr Unternehmen nicht einfach hin. Der Imageverlust kann enorm sein. Wir unterstützen Sie rasch und zielgerichtet bei der Beseitigung negativer und unrichtiger Bewertungen und setzen die Löschung von Hasspostings effizient durch.

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