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Home Office-Gesetz 2021 - aktueller Stand

Das Thema Home Office ist vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie in aller Munde. Rechtliche Grundlagen gibt es bisher nur wenige. Die Regierung hat eine gesetzliche Regelung angekündigt. Teilweise wurden die Regelungen bereits im Nationalrat beschlossen

Die Einführung von Home Office in vielen Unternehmen seit Frühjahr 2020 hat viele Rechtsfragen aufgeworfen. Die Vorbereitung und die Ausarbeitung nachvollziehbarer Vereinbarungen waren oft nicht möglich. Unter Druck der Interessenvertretungen und Sozialpartner haben die zuständigen Ministerien im Jänner 2021 erstmals konkrete gesetzliche Regeln zum Thema Home Office angekündigt.

Die Ausgestaltung der neuen Bestimmungen ist bisher noch nicht bekannt - allerdings sollen folgende praktisch wichtige Themen gesetzlich geregelt werden:

  • Home Office soll weiterhin freiwillig bleiben (keine einseitige Anordnung durch den Arbeitgeber)

  • Möglichkeit für Abschluss einer fakultativen Betriebsvereinbarung soll geschaffen werden

  • Klarstellung: Regelungen zur Arbeitszeit gelten auch im Home Office

  • Unfallversicherungsschutz besteht auch im Home Office

  • Verpflichtung des Arbeitgebers zur Bereitstellung bestimmter Betriebsmittel oder Kostenersatz an den Arbeitnehmer

Den steuerrechtlichen Teil des geplanten Gesetzespakets hat der Nationalrat am 24.02.2021 beschlossen:

Demnach sollen bei mindestens 26 Home Office-Tagen pro Jahr bis zur EUR 300,00 steuerfrei an die Arbeitnehmer ausbezahlt werden können ("HomeOffice-Pauschale").

Darüber hinaus können Arbeitnehmer die Kosten für ergonomisch geeignetes Mobiliar in Höhe von bis zu EUR 300,00 pro Jahr als Werbungskosten steuerlich absetzen.

Das Inkrafttreten der Bestimmungen ist für Frühjahr 2021 geplant. In einigen Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf wird eine längere Frist für die Umsetzung angeregt.

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