LAW
OÖ Raumordnung im Umbruch - "Das strengste Raumordnungsgesetz Österreichs"?

Das neue Oö. Raumordnungsgesetz hat hohe Relevanz. Nicht nur immobilienaffine Privatpersonen, sondern auch Land- und Forstwirte und sonstige Unternehmen sind von den Änderungen betroffen. Wir liefern einen kurzen Überblick über die maßgeblichen Neuerungen der Novelle.

Mit 01.01.2021 ist die Oö. Raumordnungsgesetz-Novelle 2021 in Kraft getreten. Der für Raumordnung zuständige Landesrat stellte das neue Gesetz als "strengstes Raumordnungsgesetz Österreichs" vor. Tatsächlich finden sich einige gravierende Verschärfungen im neuen Oö. Raumordnungsgesetz. Die wichtigsten Änderungen sind:

  • völlige Neugestaltung des örtlichen Entwicklungskonzeptes

  • dem Grundsatz nach verpflichtende 3-Geschossigkeit von Geschäftsbauten und Begrenzung der KFZ-Stellplätze auf Freiflächen

  • Klimaschutz als Raumordnungsziel

  • Schaffung einer eigenen Widmungskategorie für den sozialen Wohnbau

  • Möglichkeit der Verdoppelung des Erhaltungsbeitrags für unbebaute Baugrundstücke durch die Gemeinde, um unbebautes Bauland einer tatsächlichen Bebauung zuzuführen

  • Neuregelung der Zulässigkeit von Bauten im Grünland

Unser Tipp:

Lassen Sie sich vor Erwerb einer Immobilie rechtlich beraten. Raumordnungsrechtliche Gesichtspunkte sowie die Flächenwidmung sollten bei der Preisgestaltung genauso berücksichtigt werden wie bei der Vertragserstellung. Beachten Sie auch den erhöhten Erhaltungsbeitrag für unbebautes Bauland, wenn Sie Immobilien zu Anlagezwecken erwerben.

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