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Kurzzeitvermietung von Wohnungen über Airbnb und Co - Was ist zu beachten?

Airbnb und andere Plattformen für die kurzzeitige Vermietung von Wohnungen boomen. Rechtlich lauern bei der Vermietung über Airbnb allerdings einige Hürden. Wir informieren über rechtliche Fallstricke bei der kurzzeitigen Vermietung von Eigentumswohnungen an Touristen.

Europaweit setzen die Regierungen Öffnungsschritte und Lockerungsmaßnahmen. Das Reisen wird wieder einfacher. Dadurch kommen auch immer mehr Gäste zurück in die Tourismusregionen. Dabei hat sich in den letzten Jahren die kurzzeitige Anmietung von Wohnungen über Airbnb und Co. neben der "klassischen" Beherbergung in Hotels als eigenes Geschäftsfeld fest etabliert.

Rechtlich ist diese Form der Vermietung aber sowohl für Wohnungseigentümer als auch für Mieter heikel:

Grundsätzlich ist jeder Wohnungseigentümer berechtigt, seine Eigentumswohnung zu vermieten. Dieses Recht ist Ausfluss des Eigentumsrechts. Die kurzfristige und gewerbliche Beherbergung von Gästen ist allerdings nur dann zulässig, wenn die Wohnung im Wohnungseigentumsvertrag eine entsprechende Widmung aufweist. In aller Regel fehlt eine solche Widmung zur gewerblichen Kurzzeitvermietung in Wohnungseigentumsverträgen.

Die hohe Frequentierung durch ständig wechselnde hausfremde Personen ist geeignet, schutzwürdige Interessen der übrigen Wohnungseigentümer zu beeinträchtigen. Andere Wohnungseigentümer können bei kurzzeitiger Vermietung an Touristen deshalb mit Unterlassungsklage vorgehen.

Bei einer kurzzeitigen Untervermietung an Touristen durch den Mieter einer Wohnung ist noch größere Vorsicht geboten. Die Untervermietung an Touristen kann gegen ein vertragliches Untermietverbot verstoßen und der Mietvertrag könnte vom Vermieter gekündigt werden. Die Untervermietung kann - bei störendem Verhalten durch die Touristen oder bei Untervermietung zu übermäßig hohen Preisen - außerdem auch noch andere Kündigungsgründe begründen.

Unser Tipp: Informieren Sie sich vor der Kurzzeitvermietung über Airbnb und andere Plattformen über deren Zulässigkeit. Auch verwaltungsrechtliche Vorschriften (Ortstaxe, ggf. Gewerbeberechtigung, etc.) sind zu beachten. Lassen Sie sich im Zweifelsfall rechtlich beraten!

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